Technische Broschüren

Farbmanagement

Farbwiedergabe vom Foto zum fertigen Druckprodukt

Farbmanagement

Was macht weißes Papier weiß? Die Antwort lautet: das Licht. Sichtbares Licht lässt sich entsprechend seiner Wellenlängen einteilen. Diese Wellenlängen sind verantwortlich für die Farben, die wir sehen. Violett hat mit etwa 400 Nanometern die kürzeste Wellenlänge, Rot liegt mit über 700 Nanometern am oberen Rand des sichtbaren Spektrums.

Weißes Licht enthält alle Farben. Papier ist also weiß, weil es rotes, grünes und blaues Licht zu gleichen Anteilen reflektiert, d. h. das gesamte sichtbare Spektrum. Papier ist nicht eigentlich „weiß“, sondern enthält vielmehr alle Farben.

Wirklich weißes Papier reflektiert das gesamte sichtbare Spektrum zu gleichen Anteilen. Je weißer das Papier, desto höher das Farbreflexionsvermögen und damit der mögliche Spektralbereich. Je niedriger die Papierweiße, desto unvollständiger ist das Spektrum des reflektierten Lichts. Das kann stumpf und matt wirken.

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Was finde ich in dieser technischen Broschüre?

Sehen Sie sich hier den Inhalt der Broschüre und eine Vorschau auf Kapitel 2 an.

Farbmanagement – Technische Broschüren

Inhalt:

Kapitel 1: Licht und Farbe

Es werde Licht“ – Lichtart, Lichtquelle und Metamerie – Papierweiße – Messen des Papierfarbtons – Papierklassifizierung nach Papierton – Optische Aufheller – Optische Aufheller und Proofing – Optische Aufheller im Druck

Kapitel 2: Farbmanagement – was ist das?

Vom realen über den digitalen zum gedruckten Apfel – Worum geht es bei der ISO 12647?

Kapitel 3: Farbwiedergabe in der Praxis

Primärfarben (CMYK) – Sekundärfarben (RGB) – Tonwertzunahme (TWZ) – Papierweiße – Sichtbare Farbunterschiede

Kapitel 4: Farbmanagement mit Sappi
Kapitel 5: Nachhaltigkeit

Input/Rohstoffe – Verfahren – Output/Produkt – Umweltmanagementsystem

Erhalten Sie einen kleinen Einblick in Kapitel 2 unten.
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Kapitel 2: Farbmanagement – was ist das?

Vom realen über den digitalen zum gedruckten Apfel

Im Bereich des Farbmanagements sind Drucker und Designer im Wesentlichen mit drei Problemen konfrontiert:
• Mit den Unterschieden zwischen RGB- und CMYK-Farbdefinitionen
• Mit der Kalibrierung digitaler Geräte, damit sich Bilder unabhängig vom verwendeten Gerät zuverlässig reproduzieren lassen
• Mit dem Vergrößern des Farbraumes, damit Druckerzeugnisse farbstärker und spektakulärer werden, ohne dass die Druckbedingungen vom Farbraum der digitalen Datei abweichen

Vor dem Siegeszug der Digitaltechnologien verwendeten, mangels Alternativen, alle denselben Farbraum. Der Fotograf machte seine Aufnahme und schickte ein entwickeltes Stück Filmrolle ein, die als „Master“ für Designer, Druckvorstufe und Druckerei in allen Phasen als Abgleichsbasis diente.

Heutzutage gibt es im Farbmanagement keinen physischen „Master“ mehr. Wenn ein Designer die digitale Datei einer Fotografie öffnet, kann diese wie das Bild aussehen, das der Fotograf durch das Objektiv sah – oder auch nicht. Das Problem besteht darin, dass Digitalgeräte Farben als Zahlen behandeln und diese jedes Gerät anders liest. Ohne Farbmanagement in allen Phasen kann dann das, was die Kamera als grünlich erfasst, auf dem Computerbildschirm gelblich, bei einem Bürolaserdrucker rötlich und bei einer Druckmaschine bläulich aussehen. Deshalb ist ein universelles Farbmanagement nötig: um die genaue Übereinstimmung zu erzielen, die Hardware- und Softwareentwickler, Druckereien und andere Beteiligte seit Beginn der von Macintosh® eingeführten Digitalgrafik anstreben. Dies ist heute noch genauso wichtig wie damals.

1993, als die Digitaltechnologie noch relativ neu war, sah eine Reihe von Software- und Hardwareunternehmen Probleme voraus und schloss sich daraufhin zum International Colour Consortium (ICC) zusammen. Ziel des Komitees war die Festlegung plattformübergreifender Farbstandards, um die einheitliche Kommunikation zwischen Geräten zu ermöglichen.

Das ICC übernahm für sein Farbmanagementprogramm das Nummerierungssystem für Farben, das die Internationale Beleuchtungskommission (Commission Internationale de l’Eclairage, CIE) in den 1930er Jahren aufgestellt hatte.

Anhand des L*a*b*-CIE-Farbraums wurde ein ICC-Profil definiert, das beschreibt, wie ein Gerät Farbe wiedergibt. Die Profilinformationen sind in die Software integriert. Dadurch weiß das Gerät, wie es Farben in seinem eigenen Farbraum wiedergeben muss, wenn eine Datei geöffnet wird.

CMYK- (subtraktive) oder RGB- (additive) Farbmischung

Da verschiedene Geräte unterschiedliche Farbpaletten verwenden, entwickelte das ICC das Colour Management Module (CMM), um Farbdaten mithilfe von ICC-Profilen zu interpretieren und umzuwandeln. Wenn das CMM in einer Datei eine Farbe erkennt, die nicht von einem Farbraum in einen anderen umgewandelt werden kann (weil sie „out-of-gamut“ ist, d. h. außerhalb des Farbraums liegt), vergleicht es die beiden Geräte und wählt als Ersatz den Farbwert mit der größten Übereinstimmung. Dieses Verfahren funktioniert in den meisten Fällen ausreichend gut. Trotzdem müssen Designer beim Proofing sehr sorgfältig arbeiten, um sicherzustellen, dass bei der Umwandlung keine wichtigen Elemente verloren gehen.

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